Zu einer schriftlichen Bewerbung gehören der Lebenslauf, das Motivationsschreiben und das Anschreiben. Hinzu kommen die Arbeitszeugnisse. In manchen Inseraten steht ausdrücklich, was zu liefern ist. Daran hältst du dich natürlich. Standardmässig bilden drei Dokumente plus das digitale Anschreiben das Gesamtpaket, das du liefern sollst:
Denk‘ bitte als erstes an die Firma, die dich am Suchen ist. Wie sieht wohl ihr Wunschkandidat, ihre Wunschkandidatin aus? – Natürlich, dass das Handwerk beherrscht wird. Das wird im Inserat benannt sein. Dazu sollst du zur Firmenstruktur passen, zu den Menschen, die dort arbeiten, du sollst zur Firmenphilosophie passen und hinter den Leitbildern der Firma stehen können. Also finde die Vision der Firma!
Sammele die Schlüssel-Zutaten
des Wunschkandidaten
All die gefundenen Schlüsselwörter suchen ein Pendant: welche deiner vielen Kompetenzen passen am besten auf die erwünschten Wörter und Begriffe? – Match so viele wie möglich. Damit sind alle Zutaten für den Slogan und das Motivationsschreiben bereit. Jetzt kann’s losgehen!
Erstelle aus den matchenden Schlüsselwörtern deiner Kompetenzenliste einen Titel, einen Slogan. Er darf als „Eyecatcher“ dienen und soll im Gedächtnis bleiben. Passend zur ausgeschriebenen Stelle soll der Slogan überzeugen, dass du die richtige Person für die Stelle sind. Manchmal kann das Schreiben eines Slogans schwierig sein. Nutze KI dafür!
Brauchst du Hilfe beim Slogan?
Slogan, Schlüsselwörter und Kompetenzen liegen vor. Es kann losgehen! Ich empfehle gerne, als erstes eine sogenannte Herzversion zu schreiben. Einfach drauflosschreiben. Nutze die Schlüsselwörter und forme daraus den Text. Er muss dabei noch nicht perfekt sein, er darf Fehler haben und erst einmal deine Ideen abbilden. Die Herzversion erlaubt dir freies Schreiben, um deine echte Motivation zum Ausdruck zu bringen. Nach dem ersten Entwurf prüf bitte die Verwendung der gefundenen Matches der Keywords. Fehlen noch wichtige? – Wo bringst du diese unter?
Ich empfehle, KIs zu nutzen. Besonders beim Motivationsschreiben kann dies hilfreich sein. Füttere die KI aber mit den wichtigen Informationen wie die gefundenen Schlüsselwörter und wie diese mit deinen Kompetenzen matchen. Die Herzversion kann durch die KI verbessert werden, gewisse Aspekte mehr hervorgehoben werden, Vergessenes kann miteinfliessen.
Aber: übernimm nicht den Text der KI, verwende ihn nur als Inspiration. Du kannst kleinere Teile davon einfliessen lassen, mal einen Satz und natürlich alle Korrekturen. Formuliere vergessene Teile lieber selbst noch einmal neu.
Warum die Vorsicht mit der KI?
KI generierte Texte sind als solche erkennbar. Dazu nutzen die meisten Personalabteilungen selbst eine KI, um solche Texte zu erkennen. Es soll ein Mensch eingestellt werden, kein Computer. Die KI ist äusserst nützlich, wenn du sie mit Bedacht einsetzt.
Früher eher als Bewerbungsschreiben bekannt, wird heute ein sogenanntes Motivationsschreiben verlangt. In dieser Begrifflichkeit erkennst du es schon: es geht auch den Firmen darum, wer mit ihnen am gleichen Strang ziehen will: es geht um Motivation. So werden Zeugnisse zwar immer noch hoch bewertet, doch die Persönlichkeit und Haltung eines Menschen sind wichtiger, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Wissen ist erlernbar, Motivation und Bestreben werden zur Charaktersache. Deine Persönlichkeit ist wichtig, deine Lebenswege und die Möglichkeit des gemeinsamen Tuns. Das führt zu Erfolg: für den Mitarbeiter und für die Firma.
Das Motivationsschreiben zeigt die eigene Persönlichkeit. Hier sagt deine Bewerbung: das bin ich!
Denn: wenn’s passt, dann passt’s!
Ja, die gibt es. Neben dem Erwähnen der Keywords soll der Text positiv formuliert sein. Vermeide negative Formulierungen. Prüfe deinen Text zum Beispiel auf folgende Wörter und ändere diese, falls es der Textfluss zulässt:
Sei mit mir kreativ!
Gemeinsam erschaffen wir Wirkung!
In Zeugnissen finden sich viele Hinweise, auf die ein Personalberater schaut. Da gibt es Codierungen und Wirkungen. Für dich geht es darum, diese Dinge erklären zu können. Ich zeige dir auf, wie du aus Schwächen Stärken machst. Ein schlechtes Zeugnis muss nicht unbedingt heissen, du leistest schlechte Arbeit. Es mag aufzeigen, dass du mit diesem Job vielleicht nicht auf dem Weg der Firma warst, sondern dadurch erst erkannt hast, wie wichtig dir Eigenschaften sind, mit denen du nun weiter gehst.
Stell‘ dich der Kritik und nutze sie!
Zu guter Letzt fehlt nur noch das Anschreiben. Dies erfolgt meistens per Mail. Hier ist v.a. Korrektheit gefragt:
Gekündigt • Kompetenzen • Lebenslauf • Motivationsschreiben • Vorstellung