Konflikte gibt es überall. Auf der Arbeitsstelle sind Differenzen, Streitereien und Konfrontationen leider sehr verbreitet. Wir begegnen uns an diesem Ort und jeder soll seine Arbeit tun. Die Gründe für Konfliktsituationen sind unzählbar. Aber eines ist immer gemeinsam: auch hier sind Gefühle im Spiel. Ob es um ein Problem geht, eine Uneinigkeit, ja gar eine Zerrissenheit: Verärgerung und Disharmonie werden schnell empfunden.
Erst einmal gibt es die offensichtlichen Gründe für eine Auseinandersetzung. Eine Schrierigkeit ist aufgetreten, jemand hat etwas getan oder gesagt. Von diesen Ursachen gibt es viele. Das Warum ist in erster Instanz der Betrachtung der Ursachen noch nicht zu erreichen. Die erste Frage ist immer: was ist passiert? Da jede Kontroverse eine Stressreaktion auslöst, sind die Antworten immer einseitig, denn man befindet sich emotional in einer Kriegssituation. Stresshormone werden ausgeschüttet.
Das Intervenieren in einen Konflikt von anderen und der konstruktive Umgang als Konfliktpartei unterscheiden sich kaum. Das erste Ziel ist es, eine gemeinsame Sprache zu finden. Wo erreicht man sich gegenseitig noch? Das ist die Basis für eine gemeinsame Lösungsfindung des Problems. Das tönt einfach, ist es aber nicht. Ich übe mit dir Kommunikationsmethoden und konstruktive Gesprächsführung.
Konflikte am Arbeitsplatz sind normal und können sogar positive Auswirkungen haben, wenn sie konstruktiv angegangen werden. Eine offene Kommunikation, eine gute Arbeitsorganisation und Wertschätzung sind wichtige Faktoren für ein konfliktfreies Arbeitsklima. Das Ziel der Begegnung ist es natürlich, die Konfrontation zu entschärfen und den Streit zu beenden. Das ist nicht immer möglich, weshalb weitere Ziele einer Mediation oder eines Lösungsversuchs ebenso erreicht werden können:
Unstimmigkeiten und Schwierigkeiten wird es immer geben. Wir sind Menschen. Die Häufigkeit und Intensivität von Konfliken können in Betrieben minimiert werden. Dazu ist eine Firmenkultur notwendig, die auf gewisse Punkte achtet:
Ein Streit wühlt Gefühle auf. Das ist richtig. Oder waren sie schon vorher da? – Mir gefällt das Bild einer Suppe der Gefühle. Wir bewegen uns den ganzen Tag mit unseren Gefühlen. Mal kommt etwas Wut an die Oberfläche, dann Ärger, dann wieder was Schönes. Die eigentlichen Ursachen von Konflikten liegen in der Zusammensetzung der Gefühlssuppe.
Die Gefühlssuppe
Dass mal etwas Chili oben schwimmt, ist nicht schlimm. Schwimmen Chili, Ingwer und Pefferkörner über längere Zeit gemeinsam an der Oberfläche der Gefühlssuppe, ist die Bereitschaft für Schärfe und Konfrontation eher gegeben. Das Bild der Gefühlssuppe gefällt mir. Sie weist einen Weg, wie du in einer Konfliktsituation einen kühlen Kopf bewahren kannst. Ein Zank oder eine kontroverse Konfrontation haben Zutaten an die Oberfläche gebracht, auf welche du mit reagierst. Du wirst wütend, verärgert, aggressiv oder einfach nicht mehr friedlich. Unterschwellig brodelt schon länger etwas. Das wird durch ein Ereignis an die Oberfläche gebracht. Das kann nur schon der Kopf des Mitarbeiters sein, der gerade durch die Tür kommt.
Du kannst vorsorgen, in Konfliktsituationen nicht allzu heftig zu reagieren. Damit meine ich nicht die Gegenwehr, ich meine die Intensivität deiner eigenen Gefühle. Denn das Hochkommen von Ärger und Wut kostet viel Kraft und kann je nach Resilienz sehr lange andauern. Die Gefühlssuppe ist scharf gewürzt!
Du fragst dich: was lerne dich extrem gut kennen? – Ich kenne mich ja. Und du hast Recht. Du kennst dich natürlich. Es ist gemeint, dass du deine Gefühlssuppen-Zusammensetzungen benennen, analysieren und verstehen kannst, warum du in Konfliktsituationen betroffen oder aggressiv reagierst. Jeder von uns ist von den Gefühlszusammensetzungen anders gebaut. Analysiere mit mir zusammen im Gespräch, was genau deine Gefühle in Bewegung gebracht hat. Mit diesem Wissen kannst du nachher Abstand von deiner dir bekannten Suppe nehmen und einen Konflikt entschärfen, bevor er entsteht. Oder du kannst in einer Konfliktsituation souverän reagieren und den Streit besser entschärfen.
Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen zu meistern und gestärkt aus schwierigen Situationen hervorzugehen. Es gibt verschiedenste Methoden, die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken. Dazu gehören das Pflegen sozialer Beziehungen, das Entwickeln von Problemlösungsstrategien, das Setzen realistischer Ziele, Achtsamkeitsübungen und das Erlernen von Akzeptanz. Hier sind einige konkrete Ansätze, um Resilienz zu trainieren:
Werde sourverän in Konfliktsituationen!
Ich helfe dir!