Freundschafts-Tisch

Gekündigt – die Kündigung und die Trennung von der Firma

Es spielt hier keine Rolle, ob du gekündigt hast oder gekündigt wurdest. Die Kündigung liegt auf dem Tisch. Der erste Gedanke, der dir im Kopf herum schwirrt wird sein: ich muss einen neuen Job suchen. Gönn dir einen Moment, dich erst einmal mit dir selbst zu beschäftigen. Einen Job zu verlieren kann sich anfühlen, als ob man einen Partner verloren hat. Dein Selbstwert kann sinken, die Zeit der Anstellung kann dir sinnlos erscheinen. Lass uns dich wieder aufbauen, bevor du dich auf die Jobsuche machst.

Die Trauerarbeit nach Erhalt der Kündigung

Eine Kündigung beinhaltet vielleicht etwas Befreiendes. Sie kann sich aber auch anfühlen, wie das Ende einer Leidensphase. Du wirst nicht mehr an diesen Ort zurückkehren, du wirst nicht mehr täglich mit denselben Menschen zusammen sein. Da ist etwas Trauriges. Es steht ein Abschied an. Für die Jobsuche kann es emotional sehr sinnvoll sein, dich erst einmal diesen Gefühlen zu widmen.

Du hast mit anderen Mitarbeitern zusammen gearbeitet. Ihr habt euch täglich gesehen, Kaffee getrunken, miteinander geredet und gearbeitet. Ob die Zeiten schön waren oder nicht: es bestand eine Verbindung zu diesen Menschen, die es zu lösen gilt. Vielleicht bleibt der Kontakt zum einen oder anderen, aber nicht mehr an diesem Ort.
Möglichkeit: Du kannst für deinen letzten Arbeitstag etwas Schönes machen. Du bringst Gebäck oder machst einen kleinen Abschiedsapero. Natürlich holst du dir die Erlaubnis dafür. Wenn du mutig genug bist, kannst du eine kleine, positive Rede halten. Dieser Abschied ist nicht eine Gelegenheit, sich für Dinge zu rächen. Wenn du ihn positiv hältst, hast du nachher nichts zu bereuen und das Rückdenken an die Zeit mit den Menschen bleibt etwas Schönes.

Die Erinnerung an die verschiedenen Orte der Firma birgt eine grosse Qualität. Dort hast du gearbeitet, die eine Tür hast du mehrfach geöffnet, diese Gänge bist du täglich auf und ab gegangen. Wenn du dich später zurück erinnerst, kommen dir als erstes die Räumlichkeiten bildlich in den Sinn. Die Verarbeitung der Trennungssituation kann deutlich durch Fotos unterstützt werden. Wenn es dir möglich ist, mach Fotos von den Ecken und Gängen. Deine Erinnerung hängt an diesen Orten und wird diese Räume mit der Zeit verändern. Unsere Erinnerungsproduktion kann sich negativ auswirken, wenn das Traurige der Trennung stark wird.
Vergiss auch nicht deinen Arbeitsweg. Er gehört mit zu den Erinnerungen.

Vielleicht hast du in deine Arbeiten und Projekte viel Herzblut fliessen lassen. Diese Arbeiten hast du für die Firma gemacht. Sie gehören ihr. Manchmal empfindet man es als einen Verlust, diese Leistungen jetzt quasi nicht mehr zu haben. Es kommt vor, dass man selbst Leistungen nach der Kündigung abwertet.
Lass mich dir helfen, deine Leistungen zu deinen Kompetenzen zu machen. Wir retten dein Herzblut.

Es ist möglich, dass der Moment des Erhalts der Kündigung dich trifft. Ein einziger Moment kann so zum Anker für die Erinnerung an deine ganze Arbeitszeit werden. Er schmälert damit stets deinen Selbstwert. Die Verarbeitung der Kündigung beinhaltet nicht das Verdrängen. Lebe mit mir zusammen deine Kräfte wie Wut, Trotz und das Wehren gegen empfundene Ungerechtigkeit aus! Der Prozess der Trauer beinhaltet diese Wut-Phase. Damit sie nicht unnötig in die nächsten Jahre mitgetragen wird, tauchen wir in sie ein. Bist du mutig genug, richtig wütend zu sein?

Analyse der Trennungssituation und Neuorientierung

Schon in der Trauer beginnt eine Neudefinition. Verlorene Kraft wird zurückgeholt und führt zu einem Aufstehen als du selbst. Wo hängst du noch am alten Job? – Was bereust du und wie kann diese Reue dich auf deinen eigenen Lebensweg zurückbringen? Die Kraft aus der Trauerarbeit um Verlorenes führt in die Neuorientierung: du wirst frei und motiviert, dein Leben wieder positiv in die Hand zu nehmen.

Nimm dir ein Blatt Papier und antworte so viele Fragen von unten, wie du magst. Es geht darum, das jetzt zu tun. Später wird sich vieles in der Erinnerung verändern.

  • Wie hiess deine Funktion? – Und was hast du wirklich gemacht?
    Das hilft später für die Kompetenzen und den Lebenslauf
  • Was hast du in deiner Zeit der Anstellung an der Firma verändert?
    Wir werden diese Dinge als Erfolge listen
  • Konntest du dich mit den Zielen der Firma identifizieren?
  • Wie war deine Beziehung zu deinem direkten Vorgesetzten?
  • Gab es Wechsel bei deinen Vorgesetzten und wie haben sich diese auf deine Arbeit ausgewirkt?
  • Hast du dich im Unternehmen wohl gefühlt? Was waren gute Momente?
  • Welche deiner Kompetenzen konntest du gut in deiner Arbeit ausleben?
  • Was war deiner Meinung nach der wahre Grund für die Kündigung?
  • Würdest du wieder zur Firma zurückkehren? Was müsste dazu geschehen?
  • Hast du mit jemandem über deine Gefühle in der Trennungssituation gesprochen?
  • Welche Erkenntnisse nimmst du mit für eine künftige Stellung? Was willst du unbedingt, was darf nicht sein?

Die Rückbesinnung auf dein ganzes Leben führt zu einer Zeichnung des Kompetenzenbaums. Die Früchte dieses Baums dürfen blühen und neue Blüten sind dazu gekommen. Kompetenzen, Erfahrungen und Gelerntes liegen vor dir. In der Gestaltung des Baums widmen wir uns nicht nur der beruflichen Orientierung, sondern auch der persönlichen: was gefällt dir wirklich, was zieht dich vorwärts?
Der Stamm des Lebensbaumes festigt sich nach der Trauer und wird zu einem in sich pulsierenden Kräftefluss, um endlich die Blüten aufgehen zu lassen, die du bislang nicht leben konntest. Selbstfindung, Selbstdefinition, Selbst-Spüren. Das sind Schritte zur Authentizität.

Arbeitszeugnis

Das Arbeitszeugnis – Bewertung deiner Leistungen vor der Kündigung

Zur Kündigung gehört das Ausstellen des Arbeitszeugnisses. Du hast das Recht, Verbesserungen am Zeugnis zu erfragen. Das kann sehr hilfreich für deine ganze Zukunft sein. In der Trennungssituation ist das das einzige, worauf du dich un-emotional konzentrieren solltest. Lass mich dir helfen und gemeinsam Verbesserungen anbringen!

Checkliste bei Erhalt eines Arbeitszeugnisses

  • Welchen Eindruck vermittelt das Arbeitszeugnis? Ist es lange genug und freundlich gehalten?
  • Stimmen die angegebenen Daten (Namen, Orte, Daten)?
    Stimmt das Ausstellungsdatum?
  • Wurde deine Berufsbezeichnung oder wurde dein Titel konkret benannt?
  • Stehen deine Aufgabenbereiche und Tätigkeiten im Arbeitszeugnis?
  • Falls du gekündigt hast: geht das aus dem Zeugnis klar hervor?
  • Wer hat das Zeugnis unterschrieben? Es muss eine für die Firma verantwortliche Person sein.
  • Das Zeugnis muss grammatikalisch richtig sein. Es muss vom Stil her lesbar und klar verständlich geschrieben sein. Die Rechtschreibung darf keine Fehler haben. Die Interpunktion muss richtig sein. Und es soll optisch ansprechend sein.
  • Prüfe jede einzelne Aussage zu deinen Leistungen. Wurde etwas vergessen? Sind deine Leistungen umfassend beurteilt?
  • Kannst du hinter Aussagen zu deinem persönlichen Verhalten stehen? Sind diese positiv formuliert?
  • Leitungsfunktionen: sind Aussagen zu deinen Führungsqualitäten genannt?
  • Wird deine Verantwortungsbereitschaft und Identifikation mit der Firma genannt?
  • Wir dein Weggang am Schluss des Zeugnisses bedauert?
  • Endet das Zeugnis mit einer positiv gehaltenen Schlussformel?
  • Werden unnötige Aussagen gemacht?
  • Werden deine Kompetenzen benannt?

Gekündigt?
Ich bringe dich da durch!

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